Los costos de envío se calcularán en base a esta dirección en todo el sitio.
Selecciona tu país
América
Argentina
Brasil
Canadá
Chile
Colombia
Costa Rica
Ecuador
El Salvador
Estados Unidos
México
Perú
República Dominicana
Uruguay
Europa
Alemania
Austria
Bélgica
Croacia
Dinamarca
Eslovaquia
Eslovenia
España
Finlandia
Francia
Grecia
Hungría
Irlanda
Italia
Letonia
Malta
Noruega
Países Bajos
Polonia
Portugal
Reino Unido
República Checa
Serbia
Suecia
Suiza
Resto del mundo


Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte. Jahrgang 29.2 (en Alemán)
Leonid Luks;Gunter Dehnert;Nikolaus Lobkowicz;Alexei Rybakow;Andreas Umland;Marina Tsoi;Karsten Ruppert;Leonid Luks;Mikhail Minakov;Gregor Luks;Andrey Gurkov (Autor) · ibidem · Tapa Blanda
Quedan 10 unidades
S/ 160,43Ziele und Handlungsweisen der Zentralgewalt waren so ambivalent wie die gesamte bürgerliche Revolution. Die Umwandlung des Deutschen Bundes in einen liberalen Verfassungsstaat für eine rechtsgleiche und offene Gesellschaft lief fraglos auf einen Systemwechsel hinaus. Zugleich wollte die Zentralgewalt aus Überzeugung große Teile der bisherigen Institutionen, insbesondere die Fürstenherrschaft, erhalten. Zum geringsten aus traditioneller Anhänglichkeit, sondern weil sie als der beste Schutzwall gegen die Ansprüche der Unterschichten erschien. Das lief auf Handlungsweisen hinaus, die zwischen Koexistenz und Akten revolutionärer Selbstermächtigung mit der nicht seltenen nachträglichen Kanalisierung in legale Formen einherging. Die Provisorische Zentralgewalt war eine revolutionäre Exekutive, doch keine Exekutive der Revolution. Denn sie hat deren Durchsetzung nicht zu ihrer obersten Priorität gemacht.
Die Zwielichtigkeit bestand ebenfalls darin, die vorhandenen Unruhen, Aufstände und sozialen Bewegungen zugleich zu kanalisieren und als Druckmittel zu benutzen gegen die monarchischen Regierungen und deren konservative Unterstützer. So sollte der Kurs der konstitutionellen Liberalen nach rechts abgesichert werden. Diese haben deswegen auch mit Handlungen und Symbolen gearbeitet, die unterschiedliche Interpretationen zuließen. Freilich waren auf diese Weise die tatsächlich bestehenden Differenzen nicht nachhaltig aufzulösen, sondern nur zeitweilig einzudämmen. Das Eintreten einer Situation, in der dieser Zwiespalt nicht mehr vermittelbar war, markierte das Scheitern des Frankfurter Projekts. Es war mithin sowohl die Existenzgrundlage als auch der fatale Grundzug der gesamten Bewegung, der Zentralgewalt und der Nationalversammlung, dass sie zugleich revolutionär und antirevolutionär waren.
(Aus dem Beitrag von Karsten Ruppert)
Ziele und Handlungsweisen der Zentralgewalt waren so ambivalent wie die gesamte bürgerliche Revolution. Die Umwandlung des Deutschen Bundes in einen liberalen Verfassungsstaat für eine rechtsgleiche und offene Gesellschaft lief fraglos auf einen Systemwechsel hinaus.
¿Tienes una pregunta sobre el libro? Inicia sesión para poder agregar tu propia pregunta.

