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Die drei Ordnungen: Das Weltbild des Feudalismus (en Alemán)
Georges Duby (Autor) · Suhrkamp · Tapa Blanda
Quedan 10 unidades
S/ 125,45Am Anfang von Dubys Buch steht eine banale Feststellung: da nmlich das Gesellschaftsmodell des Feudalismus die Menschen in drei Ordnungen mit drei verschiedenen Funktionen einteilt. Hiervon ausgehend entwickelt Duby seine Fragen, die da lauten, wie es zur Ausbildung dieses Weltbildes kam, warum es in den zwanziger Jahren des 11. Jahrhunderts formuliert wurde und warum seine Schpfer zwei Bischfe, Adalbero von Laon und Gerhard von Cambrai, waren. Duby schrieb die Geschichte einer Idee bzw. Ideologie, die Geschichte der Idee der trifunktionalen Gesellschaft, und er untersucht, warum gerade dieses System aus einer Vielzahl latenter Strukturen ausgewhlt wurde.
Der so gesetzte Anspruch reicht ber eine geistesgeschichtliche Ideengeschichte weit hinaus. Die von Duby aufgeworfenen Problemstellungen lassen sich nur mit Blick auf die politischen und konomischen Verhltnisse des Feudalismus zureichend lsen. Freilich hlt sich das Buch in wohltuender Distanz von jener eindimensionalen materialistischen Mechanik, die Ideologie als bloen Reflex gesellschaftlicher Machtpositionen begreift. Marxens Satz von der Idee, die zur materiellen Gewalt werden kann, demonstriert Duby eindrucksvoll an seinem Gegenstand.
Duby zeigt, wie die Ideologie der Trifunktionalitt aus einer ursprnglich intendierten antifeudalen Konzeption zum die Feudalordnung sttzenden System umgebaut wird, um dann zwei Jahrhunderte spter mit der Renaissance der Monarchie und dem Triumph der Bischfe in der zweiten Kirchenreform wiederum ihrem ursprnglichen Zweck zu dienen. (Ralf-Peter Mrtin)
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